Grafiktablett

Was kann das eigentlich?

by Cora Jennissen

(* = Affiliate Link/Werbung)

Was ist ein Grafiktablett?

Ein Grafiktablett ist wohl der beste Helfer für die Bildbearbeitung, wenn man einen gewissen Anspruch an sauberes Arbeiten, schnelles vorankommen und grundsätzlich intuitive Handhabung hat. Ich arbeite mit so einem Tablett, weil ich schon immer sehr gerne möglichst schnell gearbeitet habe, dabei aber keine Abstriche in der Perfektion meiner Arbeit machen möchte. Da in den letzten Wochen immer mal wieder Rückfragen kamen, möchte ich heute einmal ein bisschen näher auf meine Arbeit mit dem Grafiktablett eingehen, und natürlich auch einen kleinen Produkttest meines Grafiktabletts mit einbeziehen.

Der Anfang? iPad!

Am Anfang habe ich einfach mein iPad Pro 2018 mit dem Apple Pencil zur Bildbearbeitung benutzt. So kann man das nicht sagen, ich habe es als Grafiktablett benutzt. Die Bearbeitung habe ich natürlich immer auf meinem MacBook Pro und dem Eizo Bildschirm gemacht. Dazu wird es in den nächsten Wochen auch noch mal einen ausführlicheren Bericht geben, aber das würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Ich habe also das iPad als Grafiktablett benutzt. Wie ich das gemacht habe? Da gibt es zwei Möglichkeiten. Seit macOS Catalina ist es möglich, das iPad ganz einfach und ohne zusätzliche Software als Grafiktablett beziehungsweise als zweiten Monitor zu nutzen. Das funktioniert über die AirPlay Funktion. Da ich aber schon deutlich eher damit angefangen habe das iPad als Grafiktablett zu nutzen, musste ich auf externe Software zurückgreifen. Ich habe dafür Astropad benutzt, eine App die man einmalig kauft und dann immer nutzen kann. Die Installation ist super einfach, und wird auf der Website von Astropad gut erklärt. Damit konnte ich also mein iPad als Grafiktablett nutzen. Das hat auch wirklich gut funktioniert, aber es gab eine Kleinigkeit, die mich wirklich gestört hat.

Das Problem mit dem iPad...

Was war also das Problem mit dem iPad? Es hat wirklich alles super gemacht. Ich konnte damit meine Bilder sauber retuschieren, mein Dodge & Burn machen und auf Ebenenmasken malen. Allerdings gibt es wirklich einen gravierenden Nachteil, wenn man viele Bilder bearbeiten muss und der Nacken auf falsche Haltungen ein bisschen sensibel reagiert. Das ist mir erst klar geworden, als ich einen wirklich großen Kunden Auftrag zu bearbeiten hatte. Es handelte sich dabei um über 15 Bilder für einen Kunden, die ich gerne an einem Tag fertig bearbeiten wollte. Ich saß also da, über meinem iPad, und malte wie wild darauf herum, um meine Bilder zu retuschieren und zu bearbeiten. Das ganze eben in der klassischen Haltung, die man einnimmt, wenn man etwas auf einem Tisch zeichnet. Vorgebeugt und mit Blick nach unten. So ungefähr nach dem zehnten Bild konnte ich wirklich nicht mehr weiter arbeiten, weil ich solche Schmerzen im Nacken hatte. 

und die Lösung!

Man könnte jetzt natürlich sagen, dass ich einfach mehr Sport machen sollte, oder dass ich mich nicht so anstellen soll. Aber ich habe mich dann dafür entschieden, auf ein „richtiges“ Grafiktablett zu wechseln. Der Unterschied ist nämlich ganz einfach der, dass bei einem Grafiktablett der Stift die Maus 1:1 ersetzen kann. Beim iPad kann der Stift die Maus nur in dem Moment ersetzen, in dem der Stift das iPad berührt (und damit natürlich eine Aktion auslöst, z.B. einen Pinselstrich macht). So kann ich definitiv nur arbeiten, wenn ich auf das iPad schaue, da ich auf dem Monitor nicht sehen kann, wo ich mit meinem Stift, bzw. der Maus, gerade bin. D.h. um sauber zu arbeiten muss ich wirklich die ganze Zeit auf das iPad gucken. Beim Grafiktablett ist es im Gegensatz dazu eben so, dass ich, während ich den Stift bewege, schon sehe, wo die Maus hingeht. Das funktioniert wunderbar, um direkt am Monitor zu sehen, wo man zeichnen will, oder retuschieren, oder andere Dinge. Das ganze in einer entspannten Haltung mit geradem Blick auf den Monitor.

Das Wacom Intuos Pro S

Jetzt möchte ich dir noch kurz erklären für welches Grafiktablett ich mich entschieden habe. Ich nutze das Wacom Intuos Pro S. Für die pro Serie habe ich mich entschieden, weil diese als ein sehr zuverlässiges und präzises Werkzeug für professionelles Arbeiten bekannt ist. Ich bin mit meinem Grafiktablett bislang sehr sehr gut zufrieden. Allerdings gibt es eine Kleinigkeit, die mich wirklich sehr stört. In diesem Fall geht es darum, dass der Stift, mit dem man auf dem Grafiktablett zeichnet und arbeitet, auswechselbare Spitzen hat. Mein Problem mit der ganzen Sache ist, dass die Stiftspitzen bei dieser Serie sehr schnell abnutzen. Leider gibt es für das Grafiktablett in dieser Größe noch kein sogenanntes Softcover. Im Gegensatz zu den Größen M und L kam das Tablett mit der Größe S erst zwei Jahre später auf den Markt und dementsprechend gibt es für diese Größe leider nicht dieses Cover, die das schnelle Abnutzen vermeiden können.

Warum dann das kleine Tablett?

Ich hatte mich bewusst für das Tablett in der Größe S entschieden, weil es in etwa so groß ist wie mein iPad und ich immer sehr zufrieden mit dieser Größe war. Alles andere wäre mir auf meinem Schreibtisch zu groß und würde zu viel Platz wegnehmen. Da ist es häufig brauche möchte ich es auch nicht ständig hin und her räumen oder irgendwo verstauen, sondern einfach auf dem Schreibtisch liegen lassen. Ich warte jetzt einfach darauf, dass es irgendwann eventuell auch für die Größe es ein Softcover gibt und finde mich bis dahin damit ab, dass ich regelmäßig die Stiftspitzen tauschen muss. So teuer sind die allerdings auch nicht, zehn Stück kosten etwa 15 €, und ich habe sie bislang maximal ein bis zweimal im Monat gewechselt. Das Tablett von seinen Handling und seine Präzision kann ich definitiv weiter empfehlen, wenn du dir den Stress mit den vielen Stiftspitzen sparen willst, würde ich aber auf die Größe M setzen und dieses Softcover dazu kaufen. Ich verlinke dir unter diesem Post mal beide Tabletts, dann kannst du selbst entscheiden, welches dir besser gefällt.

Und das iPad?

Das iPad ist natürlich nach wie vor ein treuer Begleiter und ich möchte niemandem einreden, dass es schlechter oder besser wäre. Natürlich ist es preislich überhaupt kein Vergleich, das Grafiktablett ist viel günstiger und meiner Meinung nach für die Bearbeitung auch besser geeignet. Das iPad hat aber natürlich viele Vorteile. Man kann darauf sehen was man tut (wenn zum Beispiel die Hand Auge Koordination noch nicht so gut ist, ist es viel einfacher, auf dem Tablett zu zeichnen als dabei auf den Monitor zu schauen). Man kann es für 1000 andere Dinge nutzen, man kann damit Musik hören, sein Smarthome steuern, Uni Skripte durcharbeiten, Filme gucken und so viel mehr. Du solltest dir also vor der Anschaffung gut überlegen, was deine Priorität ist. Willst du wirklich nur Bilder bearbeiten, oder willst du auch Bilder bearbeiten können, neben vielen anderen Dingen. Sei dir darüber im Klaren und entscheide selbst. Viel Spaß beim Arbeiten!

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Meine Bearbeitungssoftware*

Mein Equipment*

Sony Alpha 7R III (meine „Portraitkamera“)*
Sony Alpha 7 III (meine „Actionkamera“)*
Sigma 135mm f1.8 ART (mein „Pferde-Portraitobjektiv“)*
Sigma 85mm f1.4 ART (mein „Hunde-Portraitobjektiv“)*
Sigma 35mm f1.4 ART (mein Weitwinkel & Filmobjektiv)*
Sigma 70-200mm f2.8 SPORTS (mein „Actionobjektiv“)*
Sigma MC-11 Adapter (Canon auf Sony)*
Bester Batteriegriff für Sony a7R iii und a7iii*
Meine Speicherkarten*
Das Spider Dual Holster für zwei Kameras*
Schönster Kamerarucksack*
Mein genialer selbstkalibrierender Monitor*

Cora Jennissen ist Teilnehmer des Amazon-Partnerprogramm, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von folgenden Partner-Links zu Amazon.de Entgelte verdient werden können.

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